|
Im Februar 2004 hatten wir die Gelegenheit, das Museum für Flugzeugtechnik und Geschichte in Gelnhausen-Hailer mit einer persöhnlichen Führung durch den Besitzer, Herrn Friedhelm
Wagner, kennenzulernen. Das Museum wurde am 10.09.1994 eröffnet und entwickelte sich aus der privaten Sammlung des flugzeugbegeisterten Besitzers. In tausenden von Arbeitsstunden trug dieser in seiner Freizeit die
Ausstellungsstücke zusammen. Inzwischen befinden sich mehrere komplette Flugzeugmotoren (DB 603, DB 605 und Jumo 213), Höhenlader, Fahrwerksteile, Propeller, Instrumente, Uniformen, Ausrüstungsgegenstände und vieles mehr,
insgesamt über 3200 Exponate verteilt auf 7 Räume, in Herrn Wagners Museum. Außerdem gibt es noch die Sonderausstellung zum Thema “Luftfahrtgeschichte und Luftkrieg im Kinzigtal” mit vielen interessanten und seltenen Photos u.
a. vom Einsatzhafen der Luftwaffe in Gelnhausen zur Zeit des 2. Weltkrieges.
Die wichtigsten Ausstellungsstücke sind: -Flugmotor Daimler Benz DB 605, Teile vom BMW 801 -Aggregate von Flugmotoren
-Höhenlader Jumo 213, DB 605, Jumo 211, P51 Mustang, P38 Lightning, Boeing B17 -10 verschiedene Propeller-Typen, teilweise mit Kampfspuren (u. a. Stuka, Fw-190 A8, Fw-190 D9,
He-111, Me-109 G6, Me-410, P47, B25) -Flugzeugräder und Fahrwerksteile -Teile von 12 Flugzeugbergungen mit Dokumentationen, u.a.: Me-109, Me-410, Me-262, Fw-190 A9, Fw-190 D9, Ju-88
-Originalfallschirm Baujahr 1938 (deutsch), Bremsfallschirm von F-104 mit Hilfsschirm -Armaturenbrett von Me-109 G6 mit funktionierendem Reflexvisier 16 (Nachbau vom Original)
-Original Lockheed Schleudersitz, Kanzelhauben und Bediengeräte von F-104 Starfighter -Ca. 450 Plastikmodelle in verschiedenen Maßstäben sowie 10 flugfähige Modelle
-Über 400 Fotos in den Ausstellungsräumen sowie Gemälde und Risszeichnungen
Herr Wagner beteiligt sich auch an Bergungen von Flugzeugwracks. Diese Bergungen werden meist zusammen mit dem Kampfmittelräumdienst sowie dem
Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e. V. durchgeführt, da oft Munition der Bordwaffen sowie tote Besatzungsmitglieder gefunden wurden. |