Der Hartmannsweilerkopf (1914-1918):

Der Hartmannsweilerkopf (im franz.: Hartmannswiller) ist ein 956 m hoher Berg in den südlichen Vogesen im Elsaß/Frankreich.

Vom 22.-24.05.1998 führte uns unser Jahresausflug zu diesem, heute friedlichen, Berg, von dessen Gipfel ein atemberaubender Ausblick über die Rheinebene möglich ist. Doch die Idylle täuscht! 84 Jahre zuvor tobte auf dem Hartmannsweilerkopf ein furchtbarer Kampf, der den Berg in eine Wüste verwandelte und auf beiden Seiten über 30000 Tote forderte, von denen viele noch heute irgendwo in den, inzwischen wieder bewachsenen, Hängen des Berges begraben liegen.

Für einige Mitglieder der RK war dies der erste Ausflug auf ein ehemaliges Schlachtfeld und gleichzeitig eine Warnung, was ein moderner Krieg bedeutet. Was Erich Maria Remarques Roman “Im Westen nichts Neues” so lebendig beschreibt, ist hier Realität. Auf den Hängen und dem Gipfel des Hartmannsweilerkopfes liegen noch immer die, nur teilweise verfallenen, Reste der Drahtsperren, Spanischen Reiter, Bunker und Befestigungen. Granatsplitter und Patronenhülsen sind fast überall zu finden, als ob die Schlacht gerade erst vorüber wäre. Ein Kompaß läßt sich, wenn er nahe genug an den Boden gehalten wird, um einige Grad ablenken! Die Waldwege und Pfade sind von Gedenksteinen deutscher und französischer Kompanien und Regimenter regelrecht gesäumt.

Am Ende der Wanderung stand der “Vieil Armand”, der französische Nationalfriedhof des Hartmannsweilerkopfes, in dessen Krypta die Gebeine von 12000 Soldaten liegen, die in diesem Wahnsinn ihr Leben verloren.

Im Jahre 1990 fand bereits eine Fahrt der RK-Wetterau zum Hartmannsweilerkopf mit anschließendem Besuch der Hochkönigsburg statt.

Erinnerungsabzeichen, das die Krypta des “Vieil Armand” zeigt. Im Hintergrund der Hartmannsweilerkopf mit dem Gipfelkreuz

Der Hartmannsweilerkopf

Der Eingang der Krypta des “Vieil Armand”