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Eine weitere, nicht vorgesehene, Stufe des Eisernen Kreuzes wurde am 26.07.1815 an Generalfeldmarschall Gebhard Lebrecht Blücher Fürst von Wahlstatt für seinen Sieg in der
entscheidenden Schlacht bei Belle-Alliance (18.06.1815; auch bekannt als Schlacht von Waterloo) verliehen. Es handelte sich um das “Eiserne Kreuz mit goldenen Strahlen” in Form eines Bruststernes, der auch als “Blücherstern”
bekannt und nur ein einziges Mal verliehen wurde. Erst im Jahre 1918 wurde wieder eine solche Auszeichnung verliehen; dieses Mal an Generalfeldmarschall Paul von Hindenburg (“Hindenburgstern”). |
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Die Träger des Eisernen Kreuzes genossen hohes Ansehen und eine Reihe von Privilegien, so mußten sie von den Wachen gegrüßt werden, durften zu keinem strengen Arrest verurteilt
werden und erhielten ein militärisches Begräbnis unabhängig vom Dienstgrad. Erstmalig wurden durch das Eiserne Kreuz “Gemeine” Soldaten mit Offizieren und dem Adel gleichgesetzt, da beide die gleiche Auszeichnung erhielten.
Es wurden in den Jahren 1813 - 1815 folgende Stufen des Eisernen Kreuzes verliehen: Eisernes Kreuz mit goldenen Strahlen: 1 Großkreuz des Eisernen Kreuzes: 5 Eisernes Kreuz 1. Klasse: 668
Eisernes Kreuz 2. Klasse: rund 9500 (davon 373 am Band für Nichtkämpfer)
Das Eiserne Kreuz wurde im Laufe der deutschen Geschichte zu dem Symbol für Soldatentum und Tapferkeit schlechthin. Es findet sich noch heute, außer
als Hoheitszeichen der Bundeswehr, in der Spitze der Truppenfahnen der Bundeswehr und auf vielen Verbandsabzeichen.
Das Eiserne Kreuz wurde nach 1813 in drei weiteren Konflikten in den Jahren 1870, 1914 und 1939 neu
gestiftet, wobei es im Jahre 1939 erstmals als Orden und nicht als Ehrenzeichen aufgeführt wird. Außerdem wurden die Farben des Bandes von schwarz-weiß in schwarz-weiß-rot geändert und das Nichtkämpferband abgeschafft. Außer dem
EKII und EKI wurde am 01. September 1939 das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes gestiftet, das am Halsband getragen wurde. Am 03. Juni 1940 kamen das Eichenlaub, am 21. Juni 1941 das Eichenlaub mit Schwertern und am 15. Juli 1941 das
Eichenlaub mit Schwertern und Brillanten zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes hinzu; letztere wurden nur 27mal verliehen, unter anderem an Werner Mölders und Erwin Rommel. Am 29. Dezember 1944 wurde das Ritterkreuz des Eisernen
Kreuzes mit goldenem Eichenlaub, Schwertern und Brillanten gestiftet und nur ein einziges Mal verliehen (an Oberst der Luftwaffe Hans-Ulrich Rudel).
Im Jahre 1957 wurde durch das neue bundesdeutsche Gesetz über Titel, Orden
und Ehrenzeichen u. a. das Eiserne Kreuz wieder erlaubt, wobei es nur ohne Hakenkreuz getragen werden darf. Es trägt anstelle dessen drei Eichenblätter im Zentrum.
Durch das 3. Reich erhielt das Eiserne Kreuz, das
ursprünglich als Symbol für den Kampf um Freiheit gedacht war, ein negatives und verklärtes Image.
Dieser kurze historische Bericht kann vielleicht dazu beitragen, die ursprüngliche Symbolik des Eisernen Kreuzes wieder
herzustellen und zu erhalten. Schließlich dient heute in unserer freiheitlich-demokratischen Grundordnung jeder Soldat der Bundeswehr unter dem Symbol des Eisernen Kreuzes. |
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Links das Eiserne Kreuz 1. Klasse von 1870 (deutsch-französischer Krieg), rechts das EK 1 von 1914 (Erster Weltkrieg). Die Vorderseiten wurden entsprechend abgeändert:
Königskrone, Initale des Kaisers (“W” für Wilhelm I. bzw. Wilhelm II.) sowie die Jahreszahl der Neustiftung. Anstatt der Ösen zum Annähen befindet sich jetzt eine Nadel auf der Rückseite.
Bei den Kreuzen 2. Klasse wurde die Rückseite von 1813 beibehalten.
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