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Einem vielfachen Wunsch entsprechend wurden die schweizerischen Verbindungen zweier unserer Mitglieder genutzt und als Reiseziel für den Jahresausflug vom 03.06. - 06.06.1999 die
Schweiz gewählt.Der erste Tag führte in die Festung Reuenthal
am Zusammenfluß von Aare und Rhein, die, in den 30er Jahren erbaut, einen möglichen Einfall deutscher Truppen über den Rhein verhindern sollte. Die unter- und oberirdischen Anlagen, die erst seit einigen Jahren vom Militär
aufgegeben sind, wurden der Gemeinde und einem Festungsfreundeskreis übergeben. In der Zwischenzeit wurden sie mit staatlicher Unterstützung und privaten Finanzierungen liebevoll und umfassend renoviert und in den Originalzustand
versetzt. Eine, vom heute 83jährigen damaligen Artillerieoffizier, durchgeführte Führung brachten den Reservisten interessante Einblicke und humorvolle Hintergründe. Der anschließende Imbiß in der Bunkerkantine überraschte nicht
nur durch seine Schmackhaftigkeit, sondern auch durch die Luxuspreise schweizerischen Mineralwassers.
Der zweite Tag diente dem Besuch des schweizerischen Panzermuseums in der Panzertruppenschule in Thun. Die Besichtigung
der zum Teil in hervorragendem Zustand befindlichen Fahrzeuge aus schweizer, deutscher und tschechischer Produktion wurde durch die Live-Darbietungen aus dem normalen Dienstbetrieb der dortigen Soldaten ergänzt, die sich
typischerweise durch die Besuchergruppe nicht aus der Ruhe bringen ließen. Der Nachmittag stand zur freien Verfügung in Bern und wurde nicht nur zum Einkaufen, sondern bei prächtigem Wetter auch zum Bummel durch die Altstadt der
Landeshauptstadt genutzt, die mancherorts noch deutliche Spuren des gerade abgeflossenen Hochwassers zeigte. Am Vormittag des dritten Tages folgte man der Einladung des eidgenössischen Schützenvereins in Kehrsatz, dessen
Mitglieder die Wetterauer Reservisten zu gerne einmal “schwächeln” sehen wollten. Geschossen wurde die schweizer Qualifikationsübung auf 300 m mit offenem Visier. Den Wetterauern, die an die strengen deutschen
Sicherheitsbestimmungen gewöhnt waren, fielen bald die Augen aus dem Kopf, als bei der, nur mit allernotwendigsten Absperrungen versehenen, ansonsten offenen “Naturschießbahn” das Vieh umherwanderte, ohne daß das Schießen
eingestellt wurde. Die entstandene Verwirrung wurde schlicht mit der Frage beantwortet, ob man denn nun auf die Scheiben oder auf die Kühe zielen wolle?
Im Endergebnis waren es schließlich 8 Reservisten, die die
schweizerischen Bedingungen erfüllten und dafür Geschenke erhielten, allen voran der Tagessieger, der ebenfalls Mitglied der RK-Wetterau war. Nach der anschließenden Grillparty und dem Austausch von Gastgeschenken mit den äußerst
kameradschaftlichen Eidgenossen wurde die Heimfahrt angetreten. Die Teilnehmer waren hochzufrieden und beständig gutes Wetter und ein rundherum gelungenes Programm, für dessen Organisation und Durchführung den Organisatoren
herzlicher Dank und großes Lob gezollt wurde. |